Swiss Made: Umfassendes Know-How

Die Waadtländer Industrie verfügt über ein althergebrachtes Know-how, das Produkte und Technologien mit der bemerkenswerten «Swiss Made»-Qualität hervorgebracht hat.

Das Schweizer Ausbildungssystem ist praktisch einzigartig in der Welt und gibt das industrielle Know-how weiter, für das Swiss Made im Ausland bekannt ist. Diese Ausbildung beinhaltet ein längeres Praktikum im Unternehmen und zusätzlich theoretischen Unterricht in einer Berufsschule. Die Ausbildung ist in der Schweiz sehr angesehen. Sie zieht zwei Drittel der Jugendlichen an. Diese entscheiden sich für einen der 250 möglichen Berufe, die in den mehr als 58'000 Ausbildungsbetrieben gelehrt werden.

Handbuch für Investoren

Education & Research (Englisch)

Industrielle Berufe sind bei den Auszubildenden sehr beliebt. Jedes Jahr bildet das Schweizer Ausbildungssystem:

14000

junge Schweizer in der Maschinentechnik und der Metallbearbeitung

6000

in Elektronik und Automatisierung

12000

im Bereich Elektrizität und Energie

2000

in der Chemie und Verfahrenstechnik aus

7000

in Informatik

Damit ist sichergestellt, dass die lange Tradition der Swissness fortgeführt wird. Das Schweizer Bildungssystem entspricht den Bedürfnissen der Wirtschaft am besten, gemäss Einschätzung der international renommierten Haute Ecole de Management de Lausanne (IMD).

Der gute Ruf der Schweizer Produkte macht «Swiss Made» zu einem sicheren Wert für Innovationen und Produkte mit hoher Wertschöpfung. Zahlreiche ausländische Unternehmen (so z.B. aus Ländern wie Russland oder der Türkei) wählen die Schweiz und den Kanton Waadt für die Entwicklung neuer Produktreihen mit höherem Mehrwert. Das gilt vor allem für die Industrie, insbesondere die Medizintechnik, aber auch für die Kosmetikbranche.

Das Label «Swissness» wurde entwickelt, um die Schweizer Qualität eines Produkts zu garantieren. Für das Label müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

- Bei verarbeiteten Naturprodukten (Lebensmittel etc.) müssen mindestens 80% Gewicht der verwendeten Rohstoffe aus der Schweiz stammen.
- Bei Industrieprodukten müssen mindestens 60% des Herstellungspreises des Produktes in der Schweiz realisiert werden. Forschungs- und Entwicklungskosten werden bei dieser Berechnung berücksichtigt.
- Für alle Produkte gilt: Die Tätigkeit, die dem Produkt seine wesentlichen Eigenschaften verleiht, muss in der Schweiz stattfinden (z.B. Verarbeitung von Milch zu Käse).

Was Dienstleistungen anbelangt, so kann ein Unternehmen «Schweizer» Dienstleistungen anbieten, wenn es seinen Sitz in der Schweiz hat und dort tatsächlich verwaltet wird.

Beispiele für KMU, die Produkte mit Schweizer Qualität und hoher Wertschöpfung herstellen, sind Symbios in der Prothetik, Elite Bettwaren und Sylvac Messtechnik. Diese Unternehmen produzieren mit hoher Wertschöpfung für Nischenmärkte und nicht für die Masse.


Dank seiner über hundertjährigen Uhrmachertradition verfügt der Kanton Waadt über ein industrielles Spitzen-Know-how, das heute in der Präzisionsindustrie und Miniaturisierung Anwendung findet. Uhrenmarken wie Audemars Piguet und Jaeger-Lecoultre tragen das industrielle Können des Kantons Waadt in die Welt. Die mikrotechnischen Kompetenzen kommen ausserdem in Präzisionstechnologien zum Einsatz, wie z.B. der Mikromechanik, Mikroelektronik oder Mikrosystemen.

Unsere Erfolge

APCO Technologies

Seit 2008 in Aigle ansässig, verzeichnet APCO Technologies ein kräftiges Wachstum in den Bereichen Raumfahrt, Schwerindustrie und Energie. Aufbauend auf diesem Erfolg arbeitet das Familienunternehmen eng mit dem Swiss Space Center zusammen und wirkt an der europäischen Ariane 6-Rakete mit.

Ferring Pharmaceuticals

Das biopharmazeutische Unternehmen identifiziert, entwickelt und vermarktet Lösungen in den Bereichen Reproduktions- und Müttergesundheit, Urologie, Gastroenterologie und Endokrinologie. Das schwedische Unternehmen sitzt seit 2006 in der Waadtländer Gemeinde Saint-Prex.

MindMaze

Der Ableger der EPFL hat die neurologischen Behandlungen revolutioniert. Dank seines neurologischen Rehabilitationssystems sticht das Start-up unter den «Einhörnern» hervor, jenen jungen Unternehmen, deren Wert auf über eine Milliarde Dollar geschätzt wird.

Mikrotechnologien werden heute standardmässig in den folgenden Bereichen eingesetzt:

• in der Medizintechnik
• der Robotik
• der Luft- und Raumfahrt
• der Automobilindustrie
• der Informatik
• Die Robotik

Basierend auf der traditionellen Handwerkskunst entstehen neue Branchen wie die Drohnen-Industrie, die in den letzten drei Jahren mehrere hundert Arbeitsplätze im Kanton Waadt geschaffen hat.

In der Heimat der ersten Waadtländer Uhrmacher bildet die Ecole Technique de la Vallée de Joux zukünftige Designer, Uhrmacher und Mikromechaniker aus, deren Fähigkeiten den Unternehmen in der Region und anderswo zugutekommen. Weitere Fachholschulen im ganzen Kanton vermitteln dieses industrielle Know-how weiter, auf dem sich der gute Ruf des ganzen Landes gründet.