Green motion

Der Schweizer Marktführer im Bereich Mobilität

Green Motion ist im Bereich der Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge tätig, arbeitet dabei mit China zusammen und plant demnächst, nach Indien zu expandieren.

Green Motion, das seit Februar 2017 einen neuen, 1'250 m2 grossen Unternehmenssitz in Le Mont-sur-Lausanne sein Eigen nennt, ist ein «Pure Player» im Bereich der Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge. «Wir konzipieren, produzieren und vermarkten unsere Ladestationen und stellen unseren Kunden die Softwareplattform zur Verfügung, die sie für den Betrieb ihrer Netzwerke benötigen», erklärt CEO François Randin. «Folglich liefern wir nicht nur Hardware, sondern auch Software.»

Das Unternehmen verkauft seine Produkte an Kunden, die sie für die Verwendung von Privatpersonen zugänglich machen wollen. Wenn die Ladestationen für die öffentliche Nutzung bestimmt sind, schlägt Green Motion vor, das gesamte Projekt im Rahmen eines Konzessionssystems zu finanzieren. «Unser Ziel ist es dann, von den Einnahmen aus der Nutzung der öffentlichen Ladestationen zu profitieren», so François Randin weiter. «In einer ersten Phase investieren wir bis Ende 2020 mehr als 30 Millionen CHF, um die zeitnahe Inbetriebnahme von 3’000 öffentlichen Ladestationen in der ganzen Schweiz zu finanzieren.»

Durch die Qualität und die Dichte seines Netzwerks zielt das Unternehmen darauf ab, dass bis 2020 4% der in der Schweiz zugelassenen Automobile von Verbrennungs- auf Elektromotor umstellen. Es bietet ein umfassendes Portfolio an Ladestationen: Von Stationen zur Verwendung in Privathaushalten, die nicht einmal 700 CHF kosten, bis hin zu öffentlichen Ladestationen für 15'000 CHF. Die im Web und als mobile Anwendung verfügbare Softwareplattform ermöglicht unter anderem die zentrale Verwaltung des Ladenetzes, die Lokalisierung von Aufladestandorten, das Ablesen des aktuellen Netzstatus, die Benutzeridentifikation und natürlich die Bezahlung für die Aufladung.


L'équipe de Green Motion

Kaum Konkurrenz

Green Motion wurde im Jahr 2009 gegründet und ist der einzige Schweizer Hersteller von Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge.«Es gibt kaum Konkurrenz in der Schweiz, nur einige Energieversorger importieren lieber ausländische Produkte anstatt «Swiss Made»-Lösungen zu fördern – bei Unternehmen in öffentlicher Hand keine nachvollziehbare Entscheidung», bemerkt François Randin. «Wir sind Schweizer Marktführer in unserem Bereich und bauen unsere Führungsposition immer weiter aus.»

Im Oktober 2015 hat die chinesische Regierung angekündigt, ein Netz aus Ladestationen zu schaffen, mit dem bis 2020 fünf Millionen Elektrofahrzeuge aufgeladen werden können. Für dieses Projekt hat sich das Unternehmen Zhongding für die Technologie von Green Motion entschieden. Das Waadtländer Unternehmen hat für den chinesischen Markt eine Exklusiv-Lizenzvereinbarung für seine Technologie geschlossen.«Die Chinesen hätten sich für jede Technologie und jedes Unternehmen weltweit entscheiden können, aber sie haben uns gewählt und darauf sind wir sehr stolz», freut sich François Randin. «Es waren sie, die uns kontaktiert haben. Das Projekt wurde schnell zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht und perfekt abgewickelt. Zhongding ist ein zuverlässiger und effizienter Geschäftspartner.»

Dieses Geschäft hat dem Unternehmen, das 30 Mitarbeitende beschäftigt, vor wenigen Jahren unerwartete finanzielle Mittel beschert. «Wir haben unsere Technologie für den Aufbau des chinesischen Ladenetzwerks im Jahr 2016 verkauft und erschliessen derzeit gemeinsam mit einem grossen lokalen Anbieter den indischen Markt», sagt François Randin. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen seit kurzem mit Romande Energie zusammen, dem grössten Energieversorger der Westschweiz, der seinen Kunden nun auch Produkte von Green Motion anbietet. Damit hat sich Green Motion einen wichtigen neuen Vertriebskanal erschlossen.

Netzwerk aus 60 Partnern

Heute verfügt Green Motion über ein Netzwerk aus 60 Partnern, die ihre Produkte in der gesamten Schweiz vertreiben. Neben Romande Energie umfasst das Netzwerk die wichtigsten Energieversorger wie Services Industriels de Lausanne (SiL), Viteos, ESR, AEW, EWS und SAK sowie die Automobilhersteller Renault, Mitsubishi und Kia. «Wir haben schon immer eine lokale Produktionsstrategie verfolgt», erklärt François Randin. «Für die Herstellung unserer Ladestationen nutzen wir ein Netz von Subunternehmern aus dem Kanton Waadt, mit Ausnahme von elektronischen Komponenten, die im Kanton Solothurn hergestellt werden. Unser wichtigster Partner in der Region ist die Fondation Polyval, die seit 2012 alle unsere Ladestationen montiert und verkabelt.»

Das Unternehmen hat 450 institutionelle Kunden in der Schweiz, zu denen sowohl die grössten Schweizer Unternehmen als auch die wichtigsten öffentlichen Behörden des Landes gehören. Zu nennen sind hier beispielsweise die Stadt Zürich, Genf und Lausanne, aber auch Nestlé, Ricola oder Richemont. «Da der Markt der Elektromobilität immer weiter wächst, weiten wir unser Angebot zunehmend auf alle Gemeinden aus, ungeachtet ihrer Grösse, mit dem Ziel, sie auszurüsten», fügt François Randin hinzu.

Wichtige Unterstützung durch die Standortförderung

«In den ersten Jahren unseres Bestehens hat uns die SPEI zwei Finanzspritzen in der Höhe von 100’000 CHF für die Entwicklung unserer neuen Produkte zur Verfügung gestellt», sagt François Randin. «Diese Subventionen haben einen Grossteil unserer Kosten in der Prototypphase gedeckt. Und ich möchte betonen, dass diese Beiträge dank der effektiven und engen Zusammenarbeit mit der SPEI überaus rasch erfolgt sind. Dies im Gegensatz zu anderen Unterstützungsmöglichkeiten in der Schweiz, die viel zeitaufwendiger sind. Wir haben von der SPEI ausserdem mehrere tausend CHF erhalten, um an verschiedenen Veranstaltungen, wie beispielsweise dem Genfer Automobilsalon, teilnehmen und dort ausstellen zu können. Danach hat uns Innovaud betreffend Finanzierung durch die Banken unterstützt. Seit 2016 tragen wir mit Stolz das Scale Up Vaud-Label.»